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Wir sind wieder am Leben und rollen! Und wie: Vom italienischen Susatal über den Col de Montgenèvre (1.854 m) in die französische Region Provence-Alpes-Côte d’Azur.

Auf dass die Scheibenbremsen glühen!

Auf der Postalm wird es interessant: Wer das größte Hochplateau Österreichs erleben möchte, muss sich durch 10 Kilometer Serpentinen beißen.

Nun bin ich ja schon in den Anden gewesen: miserable Pisten, dünne Luft, und die Pässe liegen in 5.000 m Höhe – aber all das könnt ihr vergessen!

Fahrt mit einem beladenen Lastenrad durch die Voralpen, und ihr lernt durch Erleben, dass das Ziel nicht das wichtigste ist, sondern der Weg dorthin. Jeder Meter eine Meditation! Wozu der Buddhismus 1.000 Jahre brauchte, reicht die Strecke von Strobl nach Abtenau.

Es gibt Reisen, da meint man, in die Fremde aufzubrechen, und trifft doch nur Altbekanntes. Und es gibt andere, da bricht man auf, ohne zu wissen, was einen erwartet, und alles, was übrig bleibt, ist Staunen – Tschechien ist so ein Land.

Das Elbsandsteingebirge und die Böhmische Schweiz begleiten die Elbe in weiten Schwüngen bis kurz vor Děčín. In Ústí passieren wir die größte Staustufe, dann folgen wir dem Flusstal durch die Böhmische Pforte nach Litoměřice und Mělník – in eine Welt der Gegensätze.

Die vergangenen drei Tage waren wir zu Besuch bei Freunden in Pirna. Räderdurchchecken, Seelebaumelnlassen – und Einschwingen auf unser zweites Land. Denn heute schlafen wir ein letztes Mal in Deutschland, unter einer großen Kastanie in Bad Schandau.

Weiter geht’s auf dem Elberadweg nach Pirna. Ist alles wie vorher? Nicht wirklich. Uns fehlt das sanfte Schaukeln des Elbkahns, das stille Vorübergleiten der Landschaft – und das tschechische Bier zum Frühstück. Ich glaube, ich habe mich verliebt. In die Elbe, in Deutschland und das Reisen auf See.

Hatten wir auf der Jungfernfahrt noch bescheidene 19 Kilometer zurückgelegt, konnten wir uns bereits am zweiten Reisetag steigern!

21.

Am dritten Tag schaffen wir 39 Kilometer und am vierten 57.

Dabei kriegen wir einen ersten Einblick in die unbekannte Welt möglicher Malheure: Bei der Fahrt über Kopfsteinpflaster, beispielsweise, können sich Kinder auf die Lippen beißen und schier verbluten. Sie können spurlos verschwinden in einem der vielen Mecklenburger Getreidefelder. Und natürlich bekommen sie in den unpassendsten Momenten Lust auf Muttermilch.