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Das ist uns auch noch nirgends passiert: Von der Straße weg werden wir in Italien zum Übernachten in die Schlafzimmer vollkommen fremder Menschen gezerrt.

Ein Beispiel?

In Cima starrte Unai so lange auf die Gebäckstange neben uns, dass er schließlich nicht nur eine erhielt. Wir fanden uns auch bald alle in der Küche einer Großfamilie wieder.

Natürlich gab es Pasta, und im Anschluss fuhren wir für einen Digestif auf die Piazza – zu acht im Fiat Panda!

Der Höhepunkt war die Nacht, denn tatsächlich teilten wir mit unseren Gastgebern das Schlafzimmer: 6 Leute, 4 m², 1 Ventilator.

Als ich gestern von Peter erzählte, hockten wir gerade im Schneesturm auf dem Großglockner. Sein Ederhof liegt dahinter, auf der Südseite der Alpen, und es ist für mich einer der schönsten Plätze auf der Welt.

Aber von Anfang: Vor 10 Jahren lud mich ein Freund in diese Berge ein. Sein Haus erreichte ich nur mit Schneeketten, es lag auf 1.500 m. Der einzige Nachbar wohnte 200 Höhenmeter tiefer, und wir besuchten ihn, denn es war Silvester.

Mit schweren Schuhen, Stock und Stirnlampe stiegen wir ab, fielen, rutschten und purzelten durch den Schnee, und als wir bei Peter ankamen, hatte ich blaue Lippen und zwei geprellte Rippen, und noch nie hatte ein Essen so gut geschmeckt, wie jenes, das Peter an diesem Abend für uns bereitete.

Seitdem habe ich Peter oft besucht, und wenn ich ihn nicht besuchte, träumte ich davon, einmal einen eigenen Hof zu haben, und so kann man sagen, dass ohne Peter wohl alles ganz anders gekommen wäre …