Liebe Freunde, wir waren für ein paar Tage abgetaucht. Das hatte einen einfachen Grund: Nach unseren Erfahrungen in Italien, haben wir nun die Reiseführer vollständig beiseite gelegt und uns nicht mehr und nicht weniger als treiben lassen.

Und das passt gut zu dieser Landschaft, die kleinteilig und parzelliert ist, deren Häuser sich vor der Wucht des Mistrals schützend zu Boden kauern und deren Straßen verworren und verwinkelt durch alte Steineichenwälder führen.

Und je öfter wir uns verfahren, desto mehr tauchen wir ein, in diese Region, die eine der schönsten der gesamten Reise zu werden verspricht.

Wir besuchen die Zitadelle von Sisteron. Grandios liegt sie auf scharfen Klippen hoch über dem Tal der Durance – seit 2.000 Jahren das Tor zur Provence!

Auf der Via Domitia, der ersten Römerstraße, die in Gallien gebaut wurde, radeln wir gen Süden.

Die Via Domitia verband einst Italien mit Spanien auf dem Landweg: Sie überquert die Alpen am Col de Montgenèvre (1.854 m), folgt dem wilden Tal der Durance, überquert die Rhone bei Beaucaire und läuft schließlich an der Küste des Mittelmeeres bis zu den Pyrenäen.

Wir sind wieder am Leben und rollen! Und wie: Vom italienischen Susatal über den Col de Montgenèvre (1.854 m) in die französische Region Provence-Alpes-Côte d’Azur.

Auf dass die Scheibenbremsen glühen!